Aktuelles
Offener Brief an die Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP)
Zu den Sommergesprächen 2014 erlaube ich mir als Obmann des Vereines Vielfalt in dessen Funktion als Interessensvertreter von Regenbogenfamilien in Tirol, sowie als Pressesprecher der Homosexuelleninitiative „HOSI“ Tirol in dessen Funktion als Interessensvertretung lesbischer, schwuler und transidenter Menschen des Bundeslandes Tirol, sowie als Berater für Homosexuelle und transidente Menschen in Tirol zu Ihren Aussagen wie folgt Stellung zu beziehen:

Sie gaben gegenüber dem STANDARD am 15. August 2014 (veröffentlicht am 16. August 2014 unter mobil.derstandard.at/2000004367360/Karmasin-Der-Kinderwunsch-ist-ein-ureigener-Instinkt) auf die Frage:
[…] Die ÖVP tut sich schwer in der Frage, ob homosexuelle Paare Kinder adoptieren dürfen. […] zur Antwort:
„Irgendwann muss man sich politisch entscheiden, was oberste Priorität hat. Das Wohl des Kindes oder der Wunsch eines homosexuellen Paares, ein Kind zu bekommen. Wobei ich nicht werten möchte, dass es einem Kind bei einem homosexuellen Paar schlecht geht.“

Sie weisen mit dieser Aussage darauf hin, dass es eine „politische Entscheidung“ darstelle, was „höher“ zu werten sei bei der Frage um das Adoptionsrecht für homosexuelle Menschen in Österreich: das Wohl des Kindes oder der Wunsch gleichgeschlechtlich l(i)ebender Menschen, ein Kind zu adoptieren.

Wenn es einem Kind „schlecht gehen“ würde, wenn es bei einem homosexuellen Paar aufwächst, würde dieses Argument zur Verweigerung der Adoption natürlich Sinn ergeben. Sie scheinen davon aber nicht überzeugt zu sein, was Sie mit der Aussage: „Wobei ich nicht werten möchte, dass es einem Kind bei einem homosexuellen Paar schlecht geht“ zum Ausdruck bringen. Bleibt die Frage offen, warum Sie sich dann gegen ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare aussprechen. Dass Sie nicht der Ansicht sind, dass das Wohl von Kindern bei homosexuellen Eltern gefährdet ist, erklärten Sie selbst eindrücklich in Ihrer Antwort auf die Frage des STANDARD:
In Wien dürfen homosexuelle Paare Pflegekinder aufnehmen. Ist das für diese Kinder schädlich?
„Nein, überhaupt nicht. Aus der Logik des Kindes betrachtet, ist es besser, in einem Familienumfeld aufzuwachsen als in einer Einrichtung. Und es ist schon ein Unterschied, ob es ein Pflege- oder ein Adoptivkind ist. Ich setze mich dafür ein, dass homosexuelle Paare in ganz Österreich besser unterstützt werden, wenn sie Pflegekinder aufnehmen. Dass sie nicht in Karenz gehen können, ist Diskriminierung.“

Wo der Unterschied zwischen einem Pflege- und einem Adoptivkind ist, erläutern Sie nicht weiter.

Da aber auch Pflegekinder bisweilen sehr lange in ihren Pflegefamilien bleiben (vgl. dazu: „Die Statistik [aber] belegt, dass die Rückführungen [von Pflegekindern, Anm.] in die Herkunftsfamilie eher unüblich und selten sind.“ Quelle: Verein für Pflegefamilien in Österreich www.igelkinder.at), bleibt die Frage offen, warum - wenn es sich um homosexuelle Eltern handelt - bei Pflegekindern deren Wohl offenkundig nicht, und bei Adoptivkindern deren Wohl offenkundig schon politisch in Frage gestellt wird.

Der Tageszeitung ÖSTERREICH (veröffentlicht am 23. Juni 2014 unter m.oe24.at/oesterreich/politik/Karmasin-Schwule-ins-Schulbuch/148125195) gaben Sie auf die Frage
Warum Sie gegen die Fremdkind-Adoption für homosexuelle Paare sind zur Antwort:
„Aktuell wollen zehn Mal mehr heterosexuelle Paare ein Kind adoptieren als es überhaupt Kinder gibt. Ich sehe keine Notwendigkeit noch das elfte oder zwölfte Paar hinzuzustellen, weil sich ohnehin zu viele Eltern um ein Kind bemühen.“

Es stellt sich somit die berechtigte Frage, inwieweit das Kindeswohl wirklich der Grund ist, warum homosexuellen Menschen in Österreich weiterhin das Adoptionsrecht verwehrt wird und diese damit weiterhin auch von Ihnen offen und politisch diskriminiert werden, wenn gleichzeitig diese scheinbare Gefährdung dort, wo die Politik zu wenig Paare hat, nämlich bei der Pflegeelternschaft, offenkundig nicht existiert.

Dass es Kindern bei gleichgeschlechtlich l(i)ebenden Paaren nicht schlecht geht, wissen wir heute aus mehreren Studien, welche Sie auf unserer Homepage www.vielfalt.or.at, sowie auf diversen anderen Internetseiten der Interessensvertretungen homosexueller Menschen in Österreich finden können. Auch Studien aus unserem Kulturkreis sind hier zu finden. Zum Beispiel die Studie aus Deutschland (Hrsg. Marina Rupp) aus dem Jahr 2009.

Die bisherigen Studien, egal wo sie gemacht wurden und werden, gelangten zum Ergebnis, dass das Wohl von Kindern in gleichgeschlechtlichen Familien nicht als gefährdet zu sehen ist. Dies ohne Unterschied zwischen Adoptivkindern und Pflegekindern.

Wir fordern Sie daher auf, eine ehrliche, nicht ideologische, sondern wissenschaftlich fundierte Politik zu betreiben und der offenen, politischen Diskriminierung in Österreich gegenüber homosexuellen Menschen in allen Punkten endlich ein Ende zu setzen.

Auch im Adoptionsrecht!



Mit freundlichen Grüßen

Sven Alexander Hofer am 18. August 2014

Obmann Verein Vielfalt Tirol und Pressesprecher der HOSI Tirol
18.08.2014
Probleme beim Gay-Alive.net einstieg?
Bei manchen Leute wird beim Aufruf der Gay-Alive - Seite eine Seite mit einem Sicherheitshinweis angezeigt.

Ich habe mich mit einem der beiden Betreiber der Seite in Verbindung gesetzt!
Mir wurde erklärt, dass dieses Problem bei Windows XP auftritt, das ja seit April nicht mehr von Microsoft unterstützt wird.
Und zwar wird Gay-Alive seit einiger Zeit auf einer Sicheren Verbindung (SSL) ausgeführt. Diese benötigt jedoch ein SLL-Zertifikat, welches im Normalfall einfach runtergeladen wird. Da aber Windows XP nicht mehr unterstützt wird, werden Zertifikate die nach dem April 2014 ausgestellt oder erneuert wurden nicht mehr automatisch runter geladen.

Die Folge ist eben die Anzeige dieses Sicherheitshinweises!

Um das Zertifikat selbst runter zu laden gibt es einen direkten link von Microsoft:
support.globalsign.com/customer/portal/articles/1434478-update-globalsign-root-certificate---windows-xp-windows-2000

Eine genaue Erklärung von Microsoft zum Problem findest du hier:
support.microsoft.com/kb/314864/de
01.08.2014
Miss Brauchtum - Die Terpentinen Stöckeln in den Osten
Theaterstück für vier Terpentinen
von Bernhard Falch, Olaf Sailer, Wolfgang Jäger

Die Terpentinen geben sich nach langer Durststecke des Getrenntseins im etwas einförmig gewordenen Pirol einen Ruck: Endlich wollen sie wieder gemeinsame Sache machen und brechen in den Osten zur „Wahl der Miss Brauchtum“ auf. In einem Gefährt tuckern sie samt Chauffeur – geleitet von einem etwas wahnwitzigen Navi - Richtung Osten, tragen ihr Wissen über Sitten und Gebräuche zusammen und frischen damit ihr Bühnenprogramm auf. Die Reise auf engstem Raum bringt alle an die Grenze - und darüber hinaus. Eine erfrischend freche Neuinterpretation einer Crossdressing-Odyssee als Road-Movie.

Ort:
Die Kultur-Bäckerei, Dreiheiligenstraße 21a, Innsbruck

Termine:
Premiere: 12.11.2014, 20:00 Uhr
Weitere Termine: 13. / 14. / 15. / 16. / 25. / 26. / 27. / 28. / 29. November
jeweils 20:00 Uhr

Tickets:
Preis EUR 15,00 / EUR 12,00 (ermäßigt)

Kontakt / Reservierung:
Tel. +43-(0)681 – 81 33 48 93
die@terpentinen.at
www.terpentinen.at
27.07.2014
Online Shopen und dabei gutes Tun!
Wie funktioniert es?

Einfach über die Seite www.shop2help.net/HosiTirol in die angebotenen Online-Shops einsteigen (zB. Amazon) und ganz normal Shopen.

Es entstehen keine Mehrkosten!

Der jeweilige Shop spendet einen bestimmten Prozentsatz des Einkaufs an uns!

Voraussetzung ist dass man in die jeweiligen Shops über obigen Link einsteigt!

Da macht das Shopen doch gleich viel mehr Spaß!
15.04.2014
Die Gruppe der Absolute Beginners (ABs)
Es gibt Menschen die, aus welchen Gründen auch immer, noch (fast) nie eine Beziehung und deswegen auch nicht körperliche Zärtlichkeiten gespürt haben und auch Sex gehabt haben. Diese Gruppe fast man im Allgemeinen unter den Begriff der Absolute Beginners.

Wohin gehören nun die ABs? Dies ist schwierig zu beantworten.
Sie werden nicht von den Heterosexuellen-, Homosexuellen-, Transgender-, Bdsm-, Queergruppen,… repräsentiert, wobei es unter den ABS auch solche gibt, aber nur ohne diesen oben beschriebenen Erfahrungen.

Diese Gruppe wird in dieser so vermeintlich aufgeklärten Welt/Tirol in keinster Form repräsentiert, sodass die Hosi Tirol entschieden hat, dass es eine Anlaufstelle für diese Menschen geben soll, damit auch diese einen Platz in der Gesellschaft erhalten und nicht mehr ein tabuisiertes dunkel Dasein führen müssen.

Angesprochene Personen können sich unter der Emailadresse absolutebeginners@hositirol.at melden und es wird versucht in jeglicher Form zu helfen.
Es ist auch angedacht, eine (Selbsthilfe)gruppe zu gründen, die sich dann ein- bis zweimal im Monat im Hosi Zentrum Tirol (Kapuzinergasse 43) trifft, um Erfahrungen, Ängste,… auszutauschen.
06.02.2014
Lust auf mehr Leben (Safer-Sex)
HIV und schwule Männer

In Österreich werden täglich ein bis zwei neue Fälle von HIV diagnostiziert.
Ein Drittel davon entfällt auf schwule Männer: Das bedeutet, dass pro Woche drei schwule Männer einen HIV-positiven Befund erhalten - schwule Männer gehören nach wie vor zu den Hauptbetroffenengruppen!

Das soll der Lust aber keinen Abbruch tun.
Daher: Safer Sex ist die beste Option. Safer Sex macht Lust auf mehr Leben.

Das Kondom macht Lust auf mehr.
Denn ein Kondom schütz vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen.
Wer sich weniger einfängt hat mehr vom Leben.

Informationen und alles zu den Angeboten der AIDS-Hilfen in Österreich unter: www.aidshilfen.at

Durch die neuen Therapieformen kann das Leben verlängert, der Virus aber nicht besiegt werden.

Daher ist Safer-Sex nach wie vor angesagt!
D. h. kein Sperma in Auge und Mund, Bumsen nur mit Kondom.

Kondome sowie Gleitmittel sind bei der HOSI gratis erhältlich.
Anonyme und kostenlose Beratung sowie HIV-Testungen bietet die Aids-Hilfe-Tirol.
01.01.2009